Rasse: Schipperke

Alternativ Name: kl. Schäferhund

FCI Standard: Gruppe 1  ( Hüte-und Treibhund )

Ursprungsland: Belgien

Größe / Widerristhöhe: 29-36cm

Gewicht: 3-9kg angestrebt 4-7kg

Lebenserwartung: 15 Jahre

Bewegungsdrang:

Pflegeaufwand: niedrig

 

Wesen und Charakter

Der Schipperke ist ein liebevoller kleiner verschmuster Hund,der seinen Besitzern stets gefallen will. Er ist aufgeweckt und immer in Action. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend. Er ist lebhaft, lernfreudig und neugierig.

 

Körperbau inkl. Fellbeschaffenheit und Fellfarbe

Der Schipperke hat hartes, glänzendes, dickes Haar mit dichter Unterwolle. Am Hals sowie an den Hinterpfoten etwas längeres Fell, der sogenannte Kragen und die sogenannte Hose. Er hat einen relativ kurzen Rücken, sein Hals ist breit und lang. Die Rute ist hoch angesetzt, oft etwas geringelt wie beim Husky. In Ruhestellung vorzugsweise herabhängend. Die Gesichtsform erinnert einen an ein Fuchsgesicht. Die Augen sind dunkelbraun und Mandelförmig.    

Die kleinen dreieckigen Ohren sind hoch angesetzt. Da sie sehr beweglich sind zeigen sie wie aufmerksam und wachsam der Schipperke ist.

Den Schipperke gibt es einmal in Beige, Schoko, Blue sowie Schwarz. Wobei ich dabei sagen muss, wird der Schipperke hier in Deutschland vorwiegend nur in schwarz gezüchtet. Das heißt aber nicht, das man die anderen Farben hier in Deutschland nicht erwerben kann. Sie sind nur nicht so populär wie der Schwarze.

 

Haltung und Pflege

Der Schipperke ist sehr gut mit anderen Tieren zu vergesellschaften, wie z.B. mit Katzen, großen Hunden, Frettchen etc. Es ist natürlich einfacher wenn ein Welpe ins Haus einzieht, als ein ausgewachsener Schipperke, aber auch dieses ist möglich.

Die Pflege bei dieser Rasse ist sehr einfach. In der Zeit, wo sie Fellwechsel haben, reicht es wenn man von Zeit zu Zeit durch das Fell bürstet.

 

Geschichte und Herkunft

Der Schipperke ist der kleinste Schäferhund seiner Art und kommt aus Flandern. Dort wird er „Schäperke“ ausgesprochen, was soviel wie "Schäferhund" heißt.

Im Jahr 1690 taten sich die Brüssleer Schuster zusammen und wetteiferten um die schönsten Halsbänder die die Hunde um hatten. Um 1900  war der Schipperke der verbreitetste Hund in Belgien.

Ein Jagdhundeliebhaber organisierte im Jahr 1880 eine zweite belgische Ausstellung. Man konnte sich nicht vorstellen das ein Hüte- und Treibhund in die Ränge eines Showhundes aufsteigen könnte, und somit wurde kurze zeit später wieder eine Show in 'Spa' organisiert, wo dann der erste Schipperke ausgestellt wurde.

Als sich dann Königin Marie Henriette von Belgien einen Schipperke zulegte, wurde der Schipperke bekannter.

Im Jahr 1885 wurde das erste Zuchtbuch erstellt, hier wurde der Schipperke bei den kurzhaarigen Terriern geführt.

Da der Schipperke eigentlich für die Binnenschiffe gezüchtet wurde, sagte man fälschlicherweise "Schifferspitz" zu ihm, schon alleine wegen seinem langen fang. Jedoch hat der Schipperke nichts mit einem Spitz zu tun. Denn das Wesen ist vorwiegend von einem Schäferhund und die Kopfform führt eher auf einen Belgischen Schäferhund zurück.

Schon der belgische Kynologe Hugo sah in dieser Rasse den Stammvater aller belgischen Schäferhunde.

Während des 2.Weltkrieges gaben viele Züchter ihre Zucht auf. Als nach dem Krieg die Pudelhunde zur Mode wurden, wurde der Schipperke fast ausgerottet. Nur ein paar interessierte Europäer hatten diese Rasse schließlich noch.

 

Eignung / Erziehung / Verwendung

Der Schipperke ist der Ideale Hund für Wohnungshaltung, nicht zu klein und nicht zu groß. Er bewacht Haus und Hof für sein Leben gern.

Ebenso eignet er sich sehr gut für Hundesportarten wie Agillity, Rettungshund, Maintrailing, Fährtenarbeit und Fahrrad. Sogar Schutzdienst kann man sehr gut mit der kleinen Rasse machen.

Ein Schipperke ist nicht unbedingt ein Anfänger Hund, obwohl es hier und da schon mal zu lesen ist. Es ist besser,man bringt Vorkenntnisse mit oder man geht in eine Hundeschule seines Vertrauens. Man sollte schon den Mut haben bei einem Schipperke durch zu greifen, denn wenn man zimperlich ist, könnte der Schuss auch nach hinten los gehen und man hat nachher eventuell ein agressives Tier. Allerdings muss ich sagen, jeder vernünftige Züchter steht den Käufern auch nach dem Kauf noch mit Rat und Tat zur Seite.

 

Sonstiges Besonderheit

Der Schipperke haart fast gar nicht, nur ein klein wenig im Fellwechsel, und daher ist er der Ideale Partner für Putzteufel. Er riecht nicht nach Hund und er ist glaube ich die einzige Rasse die am meisten ein grinsen auf den Lippen hat. 🙂